Der Politiker und sein Wähler

Die beiden gehen eine enge Beziehung ein. Beide sind sie voneinander abhängig und beide müssen lernen zu verstehen, was der andere braucht, wie er tickt. Und beide müssen Verantwortung übernehmen für das Land und seine Menschen. Dabei muss der Wähler lernen, dass auch der Politiker nicht alles richten kann. Vor allen Dingen dann, wenn er ihn in eine Koalition schickt, in der sich alle Partner auf Kompromisse einlassen müssen. Das muss die Politik aushalten und das muss auch der Wähler. Damit sind nicht solche Kuriositäten gemeint wie damals, als Rot-Grün den Spitzensteuersatz gesenkt oder den Handel mit Derivaten in Deutschland erlaubt haben. Das hatten beide nicht im Wahlprogramm. Gemeint sind Kompromisse, die man aus der Familie kennt, aus dem Verein, unter Freunden oder im Beruf. Wichtig ist, dass auch der Wähler Verantwortung übernimmt. Diese besteht nicht darin, sich vom Staat, der Demokratie oder seinen Vertretern abzuwenden, wenn es anders läuft als er sich das wünscht. Manchmal sind die Wünsche auch sonderbar. Der Wähler muss an der Politik dranbleiben, er muss fordern, er muss begleiten, er muss manchmal auch die Initiative ergreifen. Und er muss wählen. Wir wünschen den Wählern einen angenehmen Wahlsonntag und dass sie ergriffen sein mögen von der Möglichkeit überhaupt wählen zu dürfen. Diese Errungenschaft ist nicht selbstverständlich. Und wenn dabei dann auch noch die eine oder andere Stimme für die ÖDP abfallen sollte, dann freuen wir uns umso mehr.


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